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Die schönste Wärmflasche überhaupt.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich das erste Mal auf Annina Olga getroffen bin. Es war an der Designgut in Winterthur. Ich hab mich auf den ersten Blick in ihre designte Wärmflasche verliebt. Meine schönste Design-Entdeckung und somit das Highlight des Abends.


Bis heute wärmt und erfreut mich die VARMA, wie Annina Olga ihre designten Wärmflaschen nennt, immer wieder aufs Neue. Ein Paradebeispiel für ein für mich perfektes Produkt: Es ist lokal produziert, ein Hingucker und fühlt sich richtig gut an. Weichste Merinowolle, schlichtes Design, ästhetische Farbkombinationen. Ein Traum fürs Auge, den Körper und die Seele. Ob in der kalten Winterzeit oder während der Menstruation spendet sie einem Wärme und lässt einen wohlig entspannen. Doch Annina Olga designt nicht nur Wärmflaschen, sondern Strick im Allgemeinen. Und das alles in der Schweiz. In Turgi, einer der einzigen und letzten Strickereien. Da hab ich sie besucht.

Junge DesignerInnen, altes Handwerk

Schon gefühlt tausend Mal durchs Aargau mit dem Zug gedüst. Heute ist eines dieser seltenen Male, wo ich hier stoppe. Direkt in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude in Turgi ist Herr Urs zuhause. Er fertigt Prototypen, Musterungen und Kleinserien im Bereich Flachstrick an. Als Annina Olga von Herrn Urs erzählte, dachte ich dabei immer an einen älteren, grauhaarigen Herrn, der sich ein Leben lang nur mit Strickmaschinen beschäftigt hat. Ersters war nicht der Fall, denn mich begrüsste ein junger, sympathischer Typ inmitten von buntem Garn, Maschinengeratter und Bandraum nebenan. Bei ihm produziert Annina Olga ihre Strickstücke und startet grad die Maschine.

"Ich bin gerne Designerin, aber eben auch Handwerkerin. Vom Zeichnen über das Einstellen der Strick-Maschine bis hin zum Vernähen gebe ich meine Kreationen nie aus der Hand. Und alles geschieht hier in der Schweiz in kleinen Stückzahlen. Das macht es überschaubar und schafft Nähe."

Organische Formen inspiriert durch die Natur

Ganz viele Nadeln sind in der wuchtigen Maschine zu erkennen. Darin schnellt ein Hebel hin und her. Und nach nur wenigen Minuten guckt unten schon der Hals der Wärmflaschenhülle heraus. "Ganz reibungslos läuft es selten ab", hält die Textildesignerin Annina Olga jedoch fest. Es könne beispielsweise sein, dass der Faden reisst. Sie liebe das technische und handwerkliche Tüfteln genau so wie das kreative Zeichnen der jeweiligen Designs. Inspiration für die organischen Muster findet sie in der Natur und der Kunst. Und an der Nähmaschine vollendet sie schliesslich die rohen Strickstücke. Die Labels näht sie ebenso von Hand an.


Nur das produzieren, was nachgefragt wird Für Annina Olga sei Strick ein Wohlfühlmaterial, spannend für 3D-Effekte und verzeihe bei der Herstellung vieles. Sie startete mit Sofadecken, die man auch als Cape anziehen konnte. "Aus den Textilabfällen sind dann die Wärmflaschen entstanden", sagt sie mit feiner Stimme. Ein Zug rattert vorbei. Wir schweigen kurz und die warme Herbstsonne scheint uns ins Gesicht. Nebst den Wärmflaschen fertigt sie auch Strick nach Mass an. "So produziere ich auch nur das, was wirklich nachgefragt ist", sagt sie aus Überzeugung.


Diese beiden kuscheligen VARMA-Essentials von Annina Olga findest du im Shop:


Copyright Bilder:

Annina Olga

Text by Lim.one

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